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05.02.2022

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Den Corona-Politikern kann man nicht über den Weg trauen!

Das gesamte Corona-Krisenmanagement in Deutschland lässt sich mit zwei Worten zusammenfassen: Lügen und Staatsversagen. Bis zum heutigen Tag hat man keine Strategie entwickelt, um die tatsächlich überdurchschnittlich stark von schweren Corona-Krankheitsverläufen betroffenen Risiko-Gruppen wirksam zu schützen, ohne dafür das ganze Land herunterzufahren und Millionen ihrer Freiheit und wirtschaftlichen Existenz zu berauben.

Doch das Staatsversagen geht im vermeintlich Kleinen weiter: Anfangs fehlten Masken, das verleitete Politiker zu der Aussage, dass diese ohnehin nutzlos seien. Als es sie in Hülle und Fülle gab, wurden sie der tägliche Begleiter der Bürger. Ursprünglich hieß es, die sogenannten PCR-Tests seien der unverzichtbare „Goldstandard“ zur zweifelsfreien Identifizierung einer Corona-Infektion. Nun, weil sie nicht ausreichend vorhanden sind, sollen sie für bestimmte Bevölkerungsgruppen priorisiert werden. Der Rest darf sich mit fehleranfälligen Antigen-Tests begnügen und sich wochenlang in Quarantäne begeben, obwohl vielleicht überhaupt keine Infektion vorliegt. Bei Ungeimpften führt das zum Wegfall der Lohnfortzahlung.

Das Staatsversagen setzt sich in den Schulen fort. Noch immer hat man es nicht geschafft, sie flächendeckend mit Luftfiltern zu versorgen. Stattdessen experimentiert man munter weiter mit ausgesetzter Präsenzpflicht, Unterricht im Winter bei offenem Fenster, widersprüchlichen Quarantäne-Regelungen und täglichen Testorgien. Die Leidtragenden sind die Kinder. Wenn der Irrsinn sich noch lange fortsetzt, müssen wir mit einer Generation Corona rechnen, also mehreren um ihre Zukunft betrogenen Jahrgängen.

Doch in Corona-Zeiten wird auch gelogen, dass sich die Balken biegen. Jede Verschärfung der Grundrechtseinschränkungen wurde mit schwammigen Öffnungsoptionen versehen, die dann anschließend mit einer vermeintlich neuen Corona-Variante vom Tisch gewischt wurden. Selbst die aktuell vorherrschende Omikron-Variante, die nachweislich zu meist viel milderen Verläufen führt, wird in widersprüchlicher Art und Weise als Grund für harte Verschärfungen der Corona-Maßnahmen genutzt.

Den Bürgern wurde gesagt, dass sie sich zwei Impfungen verpassen lassen sollten, um erstens wirksam vor Corona geschützt zu sein und zweitens ihre alltäglichen Freiheiten zurückerlangen zu können. Als die Wirksamkeit von zwei Impfungen aufgrund zahlreicher Infektionen Geimpfter in Zweifel stand, wurde plötzlich der sogenannte „Booster“, also die dritte Impfung, zum Allheilmittel erklärt. Mittlerweile ist im typischen Technokraten-Deutsch schon von einem „Update“ die Rede, Impfwillige können sich also schon mal auf die vierte Impfung gefasst machen. Wer sich nicht „boostern“ und „updaten“ lässt, gilt nach wenigen Monaten wieder als „Ungeimpfter“, obwohl niemand weiß und belegen kann, ob sein Immunschutz wirklich in besorgniserregendem Maße abgenommen hat.

Besonders veralbert dürfen sich jene fühlen, die sich mit dem Impfstoff des US-Pharmariesen Johnson & Johnson impfen lassen haben. Bei diesem sollte eine Impfung ausreichen, um als „vollständig geimpft“ zu gelten. Seit Mitte Januar gelten diese Geimpften nun als nicht mehr geimpft, sie brauchen eine weitere Impfung, um als „geimpft“ zu gelten, was ihnen ohne „Booster“ im ach so freien Alltag auch nichts bringt.

Das gleiche Spiel wird mit den Genesenen getrieben. Bis Mitte Januar galt man sechs Monate nach dem positiven PCR-Test als „genesen“, nun wurde die Dauer der Gültigkeit vom Genesenenstatus auf drei Monate reduziert – im Widerspruch zu allen anderen europäischen Ländern und auch zur eindeutigen Empfehlung der EU-Kommission. Vielleicht ist das Immunsystem der übrigen Europäer einfach robuster als die deutschen Abwehrkräfte. Der deutsche Sonderweg basiert nicht nur auf keiner wissenschaftlichen Grundlage, er zeigt auch, wie wenig man sich an rechtsstaatliche Standards gebunden fühlt. Über Nacht wurde Millionen Genesenen ihr Genesenenstatus entzogen. Positive Antikörpertests, die nachweisen, dass nach durchgemachter Infektion immer noch ein ausreichender Immunschutz vorhanden ist, werden bis heute nicht anerkannt.

Die größte Lüge aber war und ist, dass nahezu alle relevanten Politiker bis Mitte des letzten Jahres nicht müde wurden, eine Impfpflicht kategorisch auszuschließen. Mittlerweile sind fast alle umgekippt und halten die Impfpflicht für den einzigen Ausweg aus der Pandemie. Obwohl die anfangs anvisierte Impfquote längst erreicht ist, will Corona einfach nicht verschwinden. Das nun den Ungeimpften in die Schuhe zu schieben, die sich aktuell nicht nennenswert häufiger als Geimpfte infizieren, schlägt dem Fass den Boden aus.

Anstatt man eine aktuell deutlich mildere Corona-Variante nutzt, um wie viele andere europäische Staaten den Übergang zur endemischen und damit ungefährlicheren Lage auf natürlichem und beherrschbarem Wege einzuleiten, in der notwendigen Erkenntnis, dass wir so oder so mit Corona leben lernen müssen, halluziniert man hypothetische Monster-Mutanten herbei, um bereits vor dem nächsten Corona-Winter und der xten Corona-Welle zu warnen.

Mit Lügen und faktenresistenten Übertreibungen wird Angst erzeugt und Angst war schon immer ein wirksames politisches Machtinstrument. Man muss weder Corona-Leugner noch kategorischer Impfgegner sein, um sowohl der alten als auch der Bundesregierung totales Versagen bei der Bewältigung der Corona-Krise zu attestieren. Die menschlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgeschäden wird man erst in einigen Jahren realistisch beurteilen können.

Bundeskanzler Scholz hat mit dem Schlagwort „Respekt“ Wahlkampf gemacht. Wie wenig Respekt es hierzulande gibt, lässt sich am Umgang mit den Pflegekräften ablesen. Anfangs gab es für ihren Einsatz Beifall und warme Worte, später eine mickrige Corona-Prämie, am Ende waren sie die ersten, denen die Impfpflicht aufgebürdet wurde. Das Ergebnis: 70 Prozent der Mitarbeiter in der Altenpflege und 30 Prozent der Mitarbeiter in der Krankenpflege denken darüber nach, den Beruf zu wechseln.

Fehlender Respekt ist es auch, der derzeit Zigtausende bundesweit auf die Straße treibt. Erst waren sie Querdenker, dann Schwurbler und Impfgegner, später wurden sie als Corona-Leugner diskreditiert, obwohl sie einfach nur selbst entscheiden möchten, ob sie sich impfen lassen oder eben nicht. Mittlerweile wird immer häufiger die Nazi-Keule bemüht, um den Protest zu stigmatisieren.

Wenn die Nervosität im politischen und medialen Betrieb schon so groß ist, dann stehen die Aussichten nicht schlecht, dass der Druck auf der Straße wirkt und die allgemeine Impfpflicht doch noch verhindert werden kann.

Ronny Zasowk

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