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14.02.2013

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Häufige Lebensmittelskandale als logische Folge der Globalisierung

Bedenkliches Dioxin in Eiern, Gammeldöner, Noroviren in chinesischem Tiefkühlerdbeerkompott und nun als Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch – müssen wir uns an derartige Meldungen gewöhnen?

Unabhängig davon, ob man ein Freund von Pferdefleisch ist oder nicht, bringt dieser erneute Skandal große Bedenken mit sich, ob man der Nahrungsmittelindustrie unter gegebenen Umständen überhaupt noch trauen kann. Der Weg des skandalösen Pferdefleischs ist bemerkenswert, aber sinnbildlich für den Globalisierungs-Irrsinn in der heutigen Zeit.

Das Fleisch stammt aus rumänischen Billig-Schlachtereien, wurde über einen zypriotischen Zwischenhändler nach Holland verkauft, gelangte von dort zu einem südfranzösischen Fleischlieferanten, der es an einen ostfranzösischen Tiefkühlproduzenten verkaufte. Von dort gelangte es in deutsche, britische und französische Kaufhausregale. Nach Berichten der Tageszeitung „Welt“ handelt es sich nicht um handelsübliches Pferdefleisch, sondern um tonnenschwere Lieferungen an Schlachtresten.  

Ist es wirklich ein Wunder, daß über den gesamten Globus transportierte Grundnahrungsmittel beim Verbraucher letztlich qualitative Mängel aufweisen? Der französische Philosoph Michel Onfray bringt es auf den Punkt: „Dieser Fall ist ein negativer Effekt der wirtschaftsliberalen Globalisierung. Warum sucht man etwas, das wir selbst produzieren können, am anderen Ende der Welt, wenn man weiß, dass die hygienischen Bedingungen problematisch sind? Wenn man Waren von Rumänien nach Frankreich, über Belgien bis nach Großbritannien bringt, dann ist die Hygiene doch ein Problem.“

Nun hat der Skandal eine neue Größenordnung erreicht. Bei den Überprüfungen des Pferdefleisches wurden nun Schmerzmittel mit äußerst besorgniserregenden Nebenwirkungen wie innere Blutungen entdeckt. In mehreren Bundesländern wurden Waren mit falsch etikettiertem Fleisch gefunden. Besonders Burger- und Lasagne-Produkte seien betroffen. Auch weitere Produkte stehen im Verdacht, im Zeitraum zwischen November und Januar seien „in größerem Umfang“ verdächtige Tiefkühlprodukte geliefert worden.

Da Pferdefleisch an sich nicht billiger als Rindfleisch ist, muß es als rätselhaft bezeichnet werden, daß es dennoch untergemischt wurde. Es ist fast zweitrangig, ob es ein Einzelfall einer rumänischen Schlachterei ist oder ob es sich um systematischen Betrug handelt.

Die Ursache liegt tiefer und ist hochpolitisch. Auch wenn Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nun von einer „echten Sauerei“ spricht und strengere Kennzeichnungspflichten ankündigt, geht dies an den Ursachen vorbei. So lange Lebensmittel, die wir hierzulande selbst produzieren können, aus Gründen der Profitmaximierung aus Billiglohnländern importiert werden, sind Qualitätsmängel, Verbrauchertäuschungen und Lebensmittelskandale nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern an der Tagesordnung.

Daher ist das Wirtschaftskonzept der NPD, die raumorientierte Volkswirtschaft, in der möglichst kleinräumige Wirtschaftskreisläufe geschaffen werden sollen und Produktion, Handel und Verbrauch möglichst ortsnah stattzufinden haben, die einzige Alternative zur globalisierten Wirtschaft, mit der uns auch weiterhin schwere Skandale und Bedrohungen für die Gesundheit der Verbraucher nicht erspart bleiben werden.



Ronny Zasowk

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