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14.01.2014

Lesezeit: etwa 1 Minute

Austauschbarkeit als Programm: Goslar einträchtig am linken Rand?

Dass das Parteiengefüge in den letzten Jahren gefährlich weit nach links abdriftet, ist keine neue Erkenntnis. In Zeiten, in denen die durch Beliebigkeit und Austauschbarkeit charakterisierte “Gesellschaft” der gewachsenen Gemeinschaft den Kampf ansagt, ziehen solche Zeitgeistspuren auch an Goslar nicht vorbei. Allerdings wurde dies selten so offen dokumentiert wie zum Neujahrsempfang der Stadt am vergangenen Wochenende.


Screenshot von der Facebookseite “Goslar.de”. OB Junk (oben, re.) und Linke-Ratsherr Ohse (oben, li.) verstehen sich blendend.

Gänzlich ungeniert posiert Oberbürgermeister Junk vor der Kamera mit dem Linke-Ratsherrn Michael Ohse und postet die Bilder selbst auf seiner Facebookseite. Dass Ohse seine politische Laufbahn einst beim Kommunistischen Bund Westdeutschland begann und seiner Ideologie noch heute die Treue hält, dürfte Junk bisher nicht verborgen geblieben sein. Auch gegenüber gewaltbereiten Krawallos hat der Funktionär offenbar keine Berührungsängste. Als im Mai 2007 ein NPD-Infotisch zur Landtagswahl in Goslar-Jürgenohl von rund 20 vermummten Personen überfallen wurde, war auch Ohse erstaunlich schnell am Ort des Geschehens.

Mit Helmut Krauss überließ CSU-Mann und Stadtoberhaupt Junk auf dem Neujahrsempfang auch das Rahmenprogramm einem Unterhalter, dem in der Vergangenheit eine intensivere Beziehung zu linken Kreisen nachgesagt wurde.

Wenn in Goslar und Vienenburg am 9. März ein neuer, gemeinsamer Stadtrat gewählt wird, treten gleich mehrere Parteien und Wählergemeinschaften auf, die am linken Rand des politischen Radars zu verorten sind. Dabei läuft es nicht bei allen so rund wie geplant. Die linke Tarnliste der “Wählergemeinschaft Aktiv für Goslar” z. B. muss als nicht im Rat vertretene Kraft für einen Wahlantritt zunächst sog. Unterstützungsunterschriften beim Wahlleiter vorlegen. Aufgrund des Abgangs eines Kandidaten sind die bereits gesammelten Formblätter nun verfallen. Mit Heinz Severitt ist der Schuldige kein Unbekannter. Als kommunalpolitischer Weltenbummler und profilloses “Wind-Ei” klopfte Severitt nach seinem Abgang bei der “Goslarer Bürgerliste” 2011 sowohl bei den Linken als auch bei den Grünen an, die seine Bewerbung dankend ablehnten. Heute wissen wir warum…

Patrick Kallweit, Ratsherr

Quelle: Patrick Kallweit

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