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26.10.2016

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Freiheitlicher Kongress 2016 – „Reconquista oder Untergang“.

Am Wochenende vom 21. bis 23. Oktober veranstaltete die Stiftung Europa Terra Nostra im norddeutschen Raum den Freiheitlichen Kongress 2016 mit Rednern aus Europa, den USA sowie dem Mittleren Osten. Das Motto des Kongresses lautete mit Blick auf die Herausforderungen, denen Europa und die westliche Welt gegenüberstehen „Reconquista oder Untergang“.

Es waren Redner mit sehr unterschiedlichem Hintergrund, die an diesem Wochenende zusammentrafen, um ihre Sichtweisen zu den bevorstehenden Risiken nicht nur darzustellen, sondern auch zu diskutieren, wie diesen zu begegnen sei. Häufig zeichnen sich Nationalisten zwar dadurch aus, Probleme zutreffend darzustellen, zeigen aber selten potentielle Lösungsmöglichkeiten auf. Nicht so an diesem Wochenende.

Dan Eriksson – ETN

Freitag: Kongresseröffnung und Eröffnung der Foto-Ausstellung
Dan Eriksson, Vorsitzender der Stiftung Europa Terra Nostra, eröffnete am Freitagabend den Kongress und hieß die Gäste willkommen. Anschließend überließ Dan Eriksson die Bühne dem ehemaligen NPD-Parteivorsitzenden und derzeitigen Europaabgeordneten Udo Voigt.

Udo Voigtstellte die auf seinen Besuchen in Syrien basierende Foto-Ausstellung „Syriens Vermächtnis – Wiege der Zivilisation“ vor. Diese Ausstellung solle ursprünglich im Europäischen Parlament gezeigt werden, wurde jedoch nur wenige Tage vor Ausstellungseröffnung vom Parlamentspräsidenten Martin Schulz untersagt. Udo Voigt trug anhand einiger Hundert Bilder aus dem kriegszerrütteten Syrien seinen Reisebericht vor.

Im Anschluss an das Abendbuffet griff der allseits bekannte und hochgeschätzte Liedermacher Frank Rennickezur Gitarre und sang gemeinsam mit den Gästen einige aus den verschiedenen Regionen Deutschlands stammende Lieder.

Sonnabend: Reden, Vorträge und Musik
Nachdem am Sonnabendmorgen sämtliche Gäste angereist und die letzten Vorbereitungen getroffen waren, trat erneut Dan Eriksson ans Rednerpult, um eine Vorstellung der Europastiftung Europa Terra Nostra e.V. und einen Einblick in die anstehenden Zukunftsplanungen zu geben. Ohne jedoch mit Blick auf die lange Rednerliste unnötig Zeit zu beanspruchen, übergab er die Bühne zügig den geladenen Rednern dieses Tages:

Nick Griffin – APF

Nick Griffin(Großbritannien), stellvertretender Vorsitzender der Alliance for Peace and Freedom (APF).
Zugegeben ein klein wenig provokativ gleich zu Beginn die volle Aufmerksamkeit erregend, stellte Nick Griffin die Behauptung in den Raum, dass sich wohl selbst unter den anwesenden Zuhörern Feinde Europas finden ließen, indem einige davon keine Kinder gezeugt hätten. Dergestalt führte er mit dramatischen Worten auf den Kern seiner Ausführungen, nämlich den demographischen Zusammenbruch Europas hin.

Udo Voigt (Deutschland), Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), MEP.
Das Thema der Rede von Udo Voigt kreiste um die Fragestellung, wer die Feinde Europas seien. Insbesondere führte er dabei aus, dass ein Unterschied zwischen der Europäischen Union und der nationalistischen Europavorstellung zu machen sei.

Daniel Friberg(Schweden), Mitgründer der Arktos Media Ltd. und Autor des Bestsellers „Die Rückkehr der echten Rechten“.
Die Zeit von Kulturbolschewismus und linksgerichteter Politik geht zu Ende und wir werden den Aufstieg einer wirklichen Rechten erleben. So lautete die anhand mehrerer Beispiele vielfach betonte Kernthese der Botschaft von Daniel Friberg. Ihn als Redner begrüßen zu dürfen, war für Europa Terra Nostra vor allem auch deshalb eine besondere Freude, da exakt auf diesen Tag auch die Veröffentlichung einer durch die Europastiftung aufgelegten deutschsprachigen Spezialedition seines Bestsellers fiel.

Dr. Milan Uhrik(Slowakei), Mitglied des Nationalparlaments und stellvertretender Parteivorsitzender der Volkspartei – Unsere Slowakei (L`SNS).
Worauf gründet sich der Erfolg der L´SNS bei den vergangenen Wahlen? Welcher Arbeitsweise bedient sich die Partei? Zu vornehmlich diesen Sachverhalten sprach Dr. Uhrik, und zwar mit der explizit formulierten Hoffnung, mittels der ausgewählten Beispiele auch den Nationalisten anderer Länder bei deren Vorankommen weiterhelfen zu können.

Nachdem die Redner geendet und die Gäste das Abendbuffet eingenommen hatten, begann das gesellige Unterhaltungsprogramm. Der Einstieg bildete ein mit heftigen Angriffen gegen das political correctness-Establishment dargebotenes Bühnenkabarett, das durchgehend die Lacher auf seiner Seite hatte.

Dem folgte der Auftritt von Frank Rennicke, der mit seinen Gitarren in einer Kombination von kraftvollen Texten, emotionalen Liedern, Humor, aber auch politischer Analyse, die Zuhörer den restlichen Abend hindurch sowohl zu unterhalten als auch zu motivieren verstand.

Sonntag: Bewegende Worte aus dem Westen sowie auch dem Mittleren Osten
Nach einem kräftigen Frühstück rückte der letzte Kongresstag heran. Wurde am vorangegangenen Tag den Stimmen aus Europa Gehör verschafft, erfolgte nun eine Ausweitung des Blickwinkels. Doch ehe in die eigentlichen Vorträge eingestiegen wurde, sprachen die nachfolgenden Repräsentanten der nationalen Bewegung kurze Grußworte: William Johnson (USA), Vorsitzender der American Freedom Party; Thorsten Thomsen (Deutschland), Vorsitzender des Bildungswerks für Heimat und nationale Identität, Peter Schreiber (Deutschland), Chefredakteur der Monatszeitung „Deutsche Stimme“ und Arne Schimmer (Deutschland), Chefredakteur der Magazins „Gegenlicht“.

Prof. Kevon McDonald

Danach folgten die drei letzten Vorträge des Kongresses:
Prof. Kevin McDonald (USA), emeritierter Professor für Psychologie an der California State University, Long Beach (CSULB) und Bestseller-Autor, ging der Frage nach: „Was geht in den USA vor sich und inwiefern betrifft es Europa?“ Die Kernforderung der auf die Frage bezugnehmenden Rede von Prof. MacDonald lautete: Europäisches Identitätsbewusstsein und Bürgerproteste in den USA wie in Europa müssen die feindlichen Eliten zu Fall bringen.

Dr. Tomislav Sunic(Kroatien/USA), ehemaliger Professor und ehemaliger Diplomat der kroatischen Regierung, Schriftsteller und Bestseller-Autor, behandelte Themen wie weißer Nationalismus, Völker und Volkstum. Im Rahmen seines Vortrags mit dem Arbeitstitel „Europäische oder völkische Identität? – Zersplitterter Regionalismus: USA und Europa in einer überfremdeten Welt“, erläuterte Dr. Sunic wer und was wir sind und an welchen Identitäten in diesen riskanten Zeiten festzuhalten ist.

Hassan Sakr – SSNP (Libanon)

– Im Zentrum des Vortrags von Hassan Sakr(Libanon), Verantwortlicher für auswärtige Beziehungen der Syrischen Sozial-Nationalen Partei (SSNP), stand die Frage „Weshalb ist Syrien das Schlachtfeld heutiger Tage und wie könnte die Zukunft Syriens und der gesamten Region aussehen?“ Zu diesen hochaktuellen Fragestellungen referierte gab Hassan Sakr dem Auditorium die Möglichkeit, Sichtweise der Betroffenen kennenzulernen. Sakr kommentierte auch die Flüchtlingskrise und dabei insbesondere, warum die Strippenzieher einer sogenannten Neuen Weltordnung selbige geradezu benötigen.

Der gesamte Kongress wurde über den YouTube-Kanal von Europa Terra Nostra in Echtzeit übertragen, wodurch zusätzlich zu den Kongressteilnehmern noch einmal etwa 750 Zuschauer weltweit den Kongress online verfolgten. Ein technischer Fortschritt, den Europa Terra Nostra bestrebt ist, zukünftig zunehmend anzubieten.

In jeder Hinsicht war es ein gelungener Kongress, den die Teilnehmer mit neugewonnen Einsichten, erweitertem Wissen und etwas Zukunftshoffnung verlassen konnten.

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